Die Jahre 1910 bis 1919:
"Das Wilhelminische Zeitalter"
Samstag, den 05.06.1999 um 18.30 Uhr
Trotz beachtlicher wirtschaftlicher Erfolge, prägen große soziale Probleme und eine schier unüberwindliche Kluft zwischen Arm und Reich den Alltag im Deutschen Reich. Als Allheilmittel zur Überdeckung innenpolitischer und gesellschaftlicher Differenzen, etabliert sich reichsweit ein nie dagewesener Nationalismus gefördert wird diese Haltung durch die herrschenden Eliten und nicht zu letzt durch den machtbesessenen Kaiser Wilhelm den II. Nationalistische Ideen werden auch von Vereinen mit großer Mitgliederzahl verbreitet. Diese Nationalhysterie gipfelt in einer beispiellosen Aufrüstungspolitik. Insbesondere der Ausbau der Deutschen Flotte nährt das Mißtrauen der anderen europäischen Mächte. Der Parteivorstand der SPD ruft zwar zu Kundgebungen und Demonstrationen gegen die Kriegsgefahr auf ("Gefahr ist im Verzuge. Der Weltkrieg droht! Die herrschenden Klassen wollen Euch als Kanonenfutter mißbrauchen!"), trotzdem kennt die Kriegsbegeisterung der Menschen in Deutschland, wie auch in anderen europäischen Staaten keine Grenzen mit den bekannten Folgen : Im ersten Weltkrieg fallen allein "für" das Deutschen Reich 1 808 546 Soldaten, unter der deutschen Zivilbevölkerung gibt es 760 000 Opfer zu beklagen, die Dynastie der Hohenzollern wird ebenso hinweg gefegt, wie die der Wittelsbacher, am 9. November 1918 wird schließlich in Deutschland die Republik ausgerufen.
Wir befinden uns am Vorabend des großen Krieges. Auch in Bayern ist der Hurrapatriotismus für das Reich nicht mehr aufzuhalten. Die wirtschaftlichen Verhältnisse lassen, zumindest bei festlichen Anlässen, noch einen Hauch der zu Ende gehenden "Belle Epoche" verspüren. Man gibt sich betont bürgerlich und vor allen Dingen "deutschnational".
Menuefolge:
Kostümvorschlag:
Damen: bodenlanger dunkler Rock, weiße, Bluse, Sommerhüte,
Herren: dunkler Anzug (Weste!), Monokel, Strohhut und Bart!
extrem kaisertreu: Uniform und Reitstiefel, Pickelhaube
Kinder: Matrosenanzüge
Hier einige Bilder von der zweiten Veranstaltung am 05.06.99
Der Seminarraum wurde
kaisertreu eingerichtet.
Dieser Junge Mann wird bald für sein Vaterland
kämpfen.
Nach getaner Arbeit
sind diese beiden rechtschaffend müde.
(aus nostalgischen Gründen sind die folgenden Bilder in schwarz-weiß)
Der Gastgeber bereitet sich auf den Abend
vor.
Auch sie haben sich heute feingemacht.
Auch diese Dame ist dem Kaiser
treu ergeben.
Auch
die arbeitende Klasse war vertreten.
Die Fabrikbesitzerfamilie freut
sich schon auf den Krieg.
Der Soldat ist ein gern gesehener Begleiter
Diese Männer stehen hinter dem
großen Kaiserreich.
Die
Gesellschaft am Vorabend des "Ausflugs nach Paris".
Die Hauptfigur des Abends.